Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml enthält einen Wirkstoff (Ipratropiumbromid), der verkrampfte, das heisst enggestellte Atemwege bei chronischen Entzündungen der Bronchien und bei Asthma, erweitert. Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml behebt die dabei auftretende Art der Atemnot.

Die Wirkung entwickelt sich über 60–120 Minuten und hält ungefähr 6 Stunden an.

Bei schwerer Bronchitis oder bei Asthma wird Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml mit anderen Asthmamitteln kombiniert.

Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet.

Rauchen trägt zur Entstehung von chronischen Entzündungen der Bronchien und von Atembeschwerden bei.

Sollten Sie rauchen, können Sie die Wirkung von Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml unterstützen, indem Sie auf das Rauchen verzichten.

Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder einen der Inhaltsstoffe.

Wichtig bei der Behandlung von Atemnot, die plötzlich auftritt oder sich rasch verschlimmert:

Wenn auch die höchste vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Anzahl von Inhalationen die Atemnot nicht genügend bessert, dürfen Sie nicht zögern, sofort den Arzt bzw. die Ärztin oder das nächste Spital aufzusuchen.

Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml allein ist nicht geeignet, um den akuten Atemnotanfall zu beherrschen. In diesem Fall muss es mit anderen Arzneimitteln kombiniert werden. Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml zusammen mit anderen Asthmamitteln, besonders sogenannten Beta-Adrenergika und Xanthinen, ergibt eine verbesserte bronchienerweiternde Wirkung. Über eine solche kombinierte Behandlung entscheidet Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Bei grünem Star (Glaukom), Prostatavergrösserung oder Harnverhalten muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin über diese Krankheiten informiert werden.

Mit den Inhalationslösungen ist auf eine gut abschliessende Inhalationsmaske zu achten, da der Inhalationsnebel nicht in die Augen gelangen darf. Sollte dies trotzdem der Fall sein, können vorübergehende Sehstörungen auftreten.

Besonders vorsichtig sollten Patientinnen und Patienten mit grünem Star (Glaukom) sein, da bei falscher Anwendung der Augeninnendruck ansteigen und evtl. ein Glaukomanfall (verschwommen Sehen, akute Augenschmerzen, gerötete Augen) ausgelöst werden kann. Bei akuten Augenbeschwerden v.a. Augenschmerzen kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Patientinnen und Patienten mit cystischer Fibrose können evtl. mit Darmbeschwerden reagieren.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Bisher liegen keine Hinweise vor, dass die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen nach der Anwendung von Atropair Steri-Nebs beeinträchtigt wird. Da nach der Anwendung von Atropair Steri-Nebs jedoch Schwindel, Anpassungsstörungen der Augen, Pupillenerweiterungen oder verschommenes Sehen auftreten können, sollen Sie erst dann wieder ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, wenn Sie wieder klar sehen oder keinen Schwindel mehr verspüren.

Nur Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann entscheiden, ob Sie Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml während der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden dürfen.

Wenn Sie schwanger werden wollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, da während den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten besondere Vorsicht angezeigt ist.

Die Wirkung der Behandlung wird meist durch regelmässige Inhalation verbessert. Die Dosis und die Häufigkeit der Inhalationen müssen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin Ihrem Zustand angepasst werden.

Die erste Inhalation des Tages sollte am besten beim Aufstehen, die letzte vor dem Schlafengehen erfolgen.

Wenn Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin gleichzeitig andere atemerleichternde Arzneimittel zum Inhalieren oder zum Einnehmen in Form von Tabletten oder Sirup verschreibt, ist es wichtig, dass Sie sich genau an seine bzw. ihre Anweisungen und an die in den Patienteninformationen dieser Arzneimittel beschriebenen Vorschriften und Empfehlungen halten.

Kinder unter 6 Jahren müssen vom Arzt bzw. von der Ärztin besonders überwacht werden.

Gebrauchsfertige Einzeldosen zu 250 mcg/1 ml bzw. 500 mcg/2 ml

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verschrieben, wird von Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren meist der Inhalt einer Einzeldosis 3–4-mal täglich inhaliert.

Anwendung

Die Einzeldosen sind nur zur Inhalation mit passenden Inhalationsgeräten bestimmt und dürfen nicht eingenommen werden.

1. Vernebler nach der Anweisungen des Herstellers oder des behandelnden Arztes bzw. der Ärztin zur Inhalation vorbereiten.

2. Eine Einzeldosis von dem Streifen abtrennen.

3. Zum Öffnen der Einzeldosis den oberen Teil abdrehen.

4. Inhalt des Behälters in den Verneblerbehälter geben.

5. Vernebler zusammensetzen und Dosis nach Vorschriftinhalieren.

6. Nach der Inhalation eventuell verbleibende Lösung aus dem Verneblerbehälter entfernen und den Vernebler wie vorgeschrieben säubern.

Weitere Hinweise

Da die Einzeldosen keine Konservierungsstoffe enthalten, ist es wichtig, den Inhalt des Behälters so bald wie möglich nach dem Öffnen zu inhalieren und, um mikrobielle Verunreinigungen zu vermeiden, für jede Anwendung eine neue Einzeldosis zu verwenden.

Einmal geöffnete, aber nicht verbrauchte, oder beschädigte Einzeldosen sollen nicht mehr verwendet werden.

Mischen Sie nur diejenigen Inhalationslösungen zusammen, die Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin angibt. Nur der Arzt und Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin wissen, welche Arzneimittel zusammen in den Verneblerbehälter gegeben werden dürfen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml auftreten:

Häufig können Kopfschmerzen, Rachenreizungen, Husten, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Störungen (einschliesslich Verstopfung, Durchfall und Erbrechen), Übelkeit und Schwindel auftreten. Gelegentlich können Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) mit Rötungen und Schwellungen von Haut und Schleimhäuten, Juckreiz, unerwarteter Atemnot, Schwellungen von Zunge, Lippen und Gesicht auftreten. In einem solchen Fall müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen. Weiterhin können gelegentlich verschommenes Sehen, Pupillenerweiterung, Augenschmerzen, Ränder- und Farbigsehen, gerötete Augen, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Rachentrockenheit, Entzündungen der Mundschleimhaut, Verengung der Atemwege und Harnverhalten auftreten.

Selten wurden Anpassungsstörungen der Augen, erhöhter Puls und Nesselsucht beobachtet.

Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml darf nicht in die Augen gelangen (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml Vorsicht geboten?»).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml ist vor dem Zugriff von Kindern geschützt aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml: Die Einzeldosen sollen bei Raumtemperatur (15–25 °C) gelagert werden und sind vor Licht zu schützen. Sie dienen dem sofortigen Verbrauch. Einmal geöffnete, aber nicht verbrauchte, oder beschädigte Einzeldosen sollen nicht mehr verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.


Atropair Steri-Nebs 0,25 mg/1 ml bzw. 0,5 mg/2 ml

1 gebrauchsfertige Einzeldosis 250 mcg bzw. 500 mcg der Inhalationslösung (1 ml bzw. 2 ml) enthält 261 Mikrogramm Ipratropiumbromid (entsprechend 250 Mikrogramm Ipratropiumbromid wasserfrei) bzw. 522 Mikrogramm (entsprechend 500 Mikrogramm Ipratropiumbromid wasserfrei) und Hilfsstoffe.

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Gebrauchsfertige Einzeldosen 250 mcg/1 ml bzw. 500 mcg/2 ml: 60 Dosen (2× 30).

Zulassungsnummer:

58404 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin:

Teva Pharma AG, Basel.

Strichcode-Nummer:

7680584040093

ATC-Code:

R03BB01